Sicher, gesund und frei - 3 Ziele, ein Verband - EWTO
Die WingTsun Schulen im Oberen Vogtland, Oelsnitz und Markneukirchen, sind die Adressen für ein neues Selbstbewusstsein und Körperverständnis. Im Mittelpunkt steht eine besonders facettenreiche Technik, die durch konzentriertes Üben und bewusstes Sich-Einlassen erlernt wird.
WingTsun macht Spaß und gibt eine neue Art von Kraft - mental und körperlich!
Das systematische Erlernen von Wing Tsun steigert die körperliche und geistige Flexibilität und fördert die Wahrnehmungsfähigkeit. Das Training wird durch gezielte Entspannungstechniken, so wie
Atemübungen ergänzt, die den Körper wieder „Auftanken“. Sie entdecken ungeahnte Energiequellen, eine neue mentale Kraft und fühlen sich zunehmend sicher.
Wenn Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Sprechen Sie uns einfach an, wir nehmen uns Zeit für Sie!
Rico Amberg
2. Lehrergrad WingTsun
Video der Woche
Superlehrgang mit Sifu Thomas Mannes 7. Meistergrad WingTsun am Samstag 19. Nov. 2011 in Oelsnitz!
Angebote

Bei uns können Sie ganz Sie selbst sein. Unsere Mitarbeiter empfangen Sie gerne und stehen Ihnen für Fragen jederzeit zur Verfügung.
Über EWTO Kampfkunstschule Oelsnitz

Wir haben uns das Ziel gesetzt, Ihnen eine attraktive Möglichkeit zur Freizeitgestaltung zu bieten und auf die Wünsche unserer Kunden einzugehen.

Prinzipien und Paradigma
Im August änderte ich mein Editorial, um – aufgerüttelt durch eine aktuelle grausige Zeitungsmeldung – zusammen mit zwei weiteren Experten Tipps und Verhaltensmaßregeln für eine dort geschilderte
Selbstverteidigungssituation zu geben. Es war mir wichtig, einen Beitrag dazu zu leisten, dass solchen Sexualmonstern durch aufgeklärte „Opfer“ Paroli geboten wird.
Um das auf dem August-Editorial aufbauende Oktober-Editorial nicht zusammenhanglos erscheinen zu lassen, zuvor noch einmal der August-Text:
Wir müssen prinzipienorientiert denken und kämpfen
Schon im mittleren Schülerprogramm geht es um Coopetition (ein Mittelding zwischen Competition – also Wettbewerb – und Kooperation – also Zusammenarbeit). Hier suchen wir uns aus einer Aktion des
Kontrahenten die Bewegungsanteile und Kräfte heraus, die uns nützlich sind, so dass wir sie verstärken, umfunktionieren und einbauen, und vernachlässigen diejenigen, die uns nicht helfen
würden.
Dabei versuchen wir möglichst minimalistisch tätig zu werden, ohne allzu sehr in die Ökologie des Gesamtsystems (wir, er und die Umwelt) einzugreifen. Was andere „Störungen“ nennen würden, benutzen
und begrüßen wir im inneren WT als Vorlagen und Energielieferungen. Diese Art zu denken ist taoistisch und beruht auf Beobachtung der Natur. So versucht man jetzt in dem relativ neuen Forschungszweig
Bionik die Technologie der Natur für uns übertragbar und nutzbar zu machen.
Wie in der biologischen Kybernetik könnte man unsere effiziente WT-Strategie mit Begriffen wie Symbiose, Energieketten, Recycling, Mehrfachnutzung umschreiben.
Frederic Vester, der Vater des „Vernetzten Denkens“, auf dessen Ideen ich mich dabei berufe, sagt: „Überlebensfähige Systeme müssen funktions- und nicht produktorientiert arbeiten. Produkte
kommen und gehen, Funktionen aber bleiben.“
Unser inneres WT soll nicht nur ein überlebensfähiges System sein, es soll auch unser Überleben im Kampf mit einem anderen bewirken. Was Vester „funktionsorientiert“ nennt, nenne ich im WT
„prinzipienorientiert“, und was er unter „produktorientiert“ versteht, heißt bei mir im WT „technikenorientiert“.
Wer produktorientiert denkt, will unbedingt Autos bauen, auch wenn diese (leider) längst überholt wären wie Dinosaurier.
Wer technikenorientiert denkt, der will unbedingt seinen vertikalen WT-Standard-Fauststoß anbringen, auch wenn er das Ziel nur mit einem Haken erreichen kann.
Wer funktionsorientiert denkt, will einfach nur ein Fortbewegungsmittel bauen, denn so etwas werden die Menschen immer brauchen.
Wer prinzipienorientiert denkt, will einfach nur den Gegner kampfunfähig machen. Das jeweilige Mittel dafür findet oder erfindet er sich spontan.
Wenn wir auf einem anderen Stern mit einem Lebewesen kämpfen müssten, dessen Körper und dessen Angriffsgliedmaßen ganz anders als bei Menschen gestaltet sind, würden uns unsere fixen Techniken, die
gegen Angriffe von Menschen wie wir selbst designt wurden, nicht helfen. Hier würde eine Anwendung von Techniken keine Lösung bringen.
Ein neues Paradigma für unsere Selbstverteidigung!
Was aber immer greifen würde, wären unsere Kampfprinzipien, gemäß derer wir uns – egal wie – den vorhandenen Gegebenheiten und Kräften anpassen, die waltenden Kräfte des Angreifers – egal wie –
nutzen, seinem starken Angriff nicht mit unserem schwachen Widerstand begegnen, sondern uns als Ziel entfernen usw. Mit diesen biokybernetischen Grundregeln können wir auch unter unbekannten
Bedingungen überleben bzw. siegreich bleiben.
Und nicht nur, dass wir auf uns einwirkende Kräfte des Gegners im inneren WT nicht als Störung ansehen, sondern als Chance mit Entwicklungspotential. Wir bitten den anderen sogar darum, uns zu
„stören“. Um ihn zu besiegen, brauchen wir Kräfte. Wollen wir dabei größtenteils unsere eigene Energie sparen, müssen wir die des Angreifers benutzen, der ja zu viel davon zu haben scheint. Nicht
nur, dass wir vorhandene Kräfte zu unserem Vorteil weiterführen, verstärken und gelegentlich (!) manipulierend umleiten, wir ermuntern ihn durch fallenstellende Provokation sogar zum Widerstand, den
wir dann gegen ihn ausnutzen. Dies geschieht schon im „Agent provocateur“-Programm der Mittelstufe.
Die Welt der Selbstverteidigung ist nicht mehr dieselbe wie vor 30 Jahren. „Alte Hasen“ der Budo-Kunst finden sich nicht mehr zurecht. Was sie früher schützte, ist jetzt der Grund für ihre
Niederlage. Was vor 30 Jahren richtig war, ist es jetzt oft nicht mehr! Die Gefahrenlage hat sich bedrohlich verändert. Der Ritualkampf hat sich unwiderruflich um die 5. Phase – den Einsatz von
lebensgefährlichen Tritten zum Kopf des schon Gefallenen – erweitert; Stichwaffen kommen immer öfter ins Spiel und mehrere gehen auf Einzelne los. Die Brutalität hat eine neue Dimension erreicht. Wir
brauchen ein neues Paradigma für unsere Selbstverteidigung!
Der Ernst der Lage wird von den meisten traditionellen Meistern noch nicht gesehen. Sie halten weiterhin an Denkschablonen und damit „Techniken“ fest, die ihre Schüler heutzutage in gefährliche
Situationen bringen. Manche verändern angesichts der alarmierenden Zeitungsberichte die Techniken ihres Stiles minimal. Aber das ist nur oberflächliches Flickwerk, Reparaturdienstverhalten und
Herumbasteln an Symptomen und Details.
Das Unterrichtssystem der traditionellen Kampfkunst-Stile gehört von Anfang an – also von den Prinzipien her – neu überdacht, wenn deren Lehrer ihre Aufgabe und ihre Verpflichtung gegenüber ihren
Schülern ernst nehmen. Und genau dieses haben wir in den letzten zwölf Jahren geleistet. Wir werden zukunftsorientiert und vernetzt denkend unsere Endprodukte – also die fixen WT-Techniken – immer
wieder kritisch in Frage stellen, weil wir die Funktion des WT – also seine lebenserhaltenden Prinzipien – erhalten wollen!
Euer SiFu/SiGung
Keith R. Kernspecht
(Auszug aus dem „Kampflogik“-Band Theorie, der als nächster Band der Reihe 2012 erscheinen wird)

ChiKung
Wege des Lernens
Oder auf Englisch: „Learning how to learn.“ Darüber haben sich schon viele kluge Leute Gedanken gemacht. Es wurden die verschiedensten Methoden entwickelt, die den Einstieg ins Lernen erleichtern und angenehmer und effektiver machen sollen. Auch im WingTsun, Escrima und ChiKung gibt es ständig etwas Neues zu lernen. Was sollte uns dabei bewusst sein…
An den Anfang möchte ich dazu ein Zitat stellen:
„Beschreibe etwas, und ein Viertel der Leute wird es verstehen.
Zeige etwas, und die Hälfte der Leute wird es verstehen.
Beschreibe etwas, während du es zeigst, und drei Viertel der Leute werden es verstehen.
Beschreibe etwas, zeige es und ermuntere die Leute, ihr Wissen unmittelbar anzuwenden, und neun von zehn Menschen werden es verstehen.“
Deng-Ming-Dao
Zu wissen, wie man lernt, ist wichtig in allem, was wir tun: im ganzen Leben und im WT, ChiKung, Escrima usw.
Unter Lernen verstehe ich in diesem Fall nicht das Anhäufen von Informationen oder Daten, sondern das Aufnehmen und Verdauen aller Bestandteile, die notwendig sind, um etwas zu verdauen und damit zu
verstehen.
Um eine Sache zu lernen, muss man oft viele Male mit ihr konfrontiert werden. Vielleicht auch aus verschiedenen Perspektiven mit unterschiedlichen Sichtweisen. Außerdem muss man ihr die Art von
Aufmerksamkeit widmen, die einem das Lernen ermöglicht.
Wo liegt nun der Grund, dass wir nicht den Lernfortschritt erzielen, den wir erreichen könnten. Nehmen wir zum Beispiel das Lesen. Dort stellt sich die Frage: „Wieso ziehen wir aus Büchern vielleicht
nicht den Nutzen, den wir aus ihnen ziehen könnten?“ Antwort: „Wir lesen selektiv!“
Das gibt natürlich das Gefühl von Sicherheit, bestätigt Erfahrungen usw. Man erinnert sich an Dinge, die einen emotional berühren, die einem gefallen oder die einen fesseln. Man will sich nur in
diese weiter hinein vertiefen.
Lernen hat aber mit dem Loslassen von Altem und Sich-Einlassen mit Neuem zu tun. Es beinhaltet also das Gegenteil von Kontrolle und Sicherheit. Es hat damit zu tun, sich nicht auszukennen und an eine
Sache unvoreingenommen heranzugehen.
Wir beschäftigen uns mit allem auf die gleiche Weise, in den gleichen Mustern. Aus diesem Grunde erkennen wir auch immer nur dieselben Muster – nicht weil diese in den Ereignissen vorhanden sind,
sondern weil wir sie mit diesen betrachten.
Diese Dinge sind aber äußerst selten die, die man wirklich braucht. Eine unausgeglichene Haltung den Dingen gegenüber erfordert also zuerst einmal, dass man selbst eine gewisse Ausgeglichenheit
(Balance) erreicht. Sind wir zu sehr aus dem Gleichgewicht, lernen wir nicht, was wir glauben zu lernen, sondern suchen verzweifelt Gleichgewicht.
Wenn wir zum Beispiel eine Schokoladentorte haben, die mit 12 Kirschen verziert ist, und ich schlinge nur alle Kirschen hinunter, weil ich Kirschen so gern esse, und dann aber wissen will, warum ich
die Torte nicht gegessen habe – wie nennt man das?
Das ist die Barriere, die wir beim Lernen überwinden müssen. Um hinüber zu kommen, muss man sie in ihrer konkreten Auswirkung wahrnehmen. Man muss beschließen, sich zu überwinden und anfangen,
umfassend zu studieren, statt es nur zu behaupten und sich dann zu wundern, warum man kaum lernt.
Lernen hat aber immer auch mit Veränderung zu tun: Etwas mit anderen Augen betrachten. Etwas neu sehen. Etwas von einer anderen Seite sehen. Immer wieder neu an etwas herangehen, so als ob man das
erste Mal mit ihm in Berührung käme oder es zum ersten Mal machen würde. Immer wieder neue Wege finden, etwas zu betrachten oder sich zu bewegen.
Dies können wir im WT, ChiKung und Escrima wunderbar üben. Jede Übung jedes Mal als Gelegenheit betrachten, sich neu auf eine Situation einzulassen. Als würde man sie das erste Mal machen. Und
eigentlich ist es auch so. Es ist immer neu, nie das zweite Mal. Immer dieser eine Augenblick, den wir für eine neue Erfahrung nützen oder verstreichen lassen können, indem wir ihn mit Gewohnheit
füllen.
„Drei Dinge sind unwiederbringlich:
Der vom Bogen abgeschossene Pfeil,
Das in Eile gesprochene Wort.
Die verpasste Gelegenheit.“
Ali ibn Abi-Talib (6. Jh.)
genannt Ali aus Mekka, Vetter und Schwiegersohn Mohammeds
4. Kalif der Schiiten, Nationalheiliger
Quelle: www.wingtsunwelt.com
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Sifu Thomas Mannes (7. Meistergrad WingTsun)
EWTO Prüfungslehrgang mit Sifu Thomas Mannes 7. PG EWTO in Oelsnitz/Vogtland. Zeiten: Sonntag 15. April 2012 von 11.00 bis 16.00 Uhr. Alle SG Prüfungen möglich. Schwerpunktthema taktiles Wahrnehmen und Handeln.

WingTsunWelt 34
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